Diese Website unterstützt Internet Explorer 11 nicht mehr. Bitte nutzen Sie zur besseren Ansicht und Bedienbarkeit einen aktuelleren Browser wie z.B. Firefox, Chrome

Vergleich von Schutzstrategien gegen Schwarzfäule

Die Schwarzfäule ist eine sich in der Schweiz ausbreitende Krankheit, deren Bekämpfung im ökologischen Landbau komplex ist. Da es sich um eine Herderkrankung handelt, kann die Dynamik des Krankheitsdrucks je nach der Vorgeschichte der Parzelle zusätzlich zu den klimatischen Bedingungen des Jahrgangs variieren.

  • Jahrgang 2022:
    • Die Beobachtung von Divico-Parzellen, die 2021 fast vollständige Ernteausfälle verzeichneten, hat in diesem Jahr erhebliche Schäden an den unbehandelten Teilen der Versuchsflächen aufgezeigt, obwohl die Saison 2022 sehr trocken war. Dies verdeutlicht den Einfluss der Symptome des Vorjahres auf die Dynamik der Krankheit.
    • Der klassische Pflanzenschutz des Winzers hat sich als nur teilweise wirksam erwiesen.
  • Jahrgang 2023:
    • Die Programme Kupfer + Schwefel und Myco-Sin + Schwefel zeigten unter mäßigen Befallsbedingungen gute Wirksamkeitsergebnisse.
    • Larixyne allein zeigte erste Anzeichen von Wirksamkeit. Die Kombination aus Kupfer-Schwefel und Larixyne zeigte eine bessere Wirksamkeit, jedoch wurden Verbrennungen an Blättern und Trauben beobachtet.
  • Jahrgang 2024:
    • Die Versuche mit Divico zeigten einen starken Befall mit Schwarzfäule.
    • Die Programme auf Kupfer-Schwefel-Basis (allein oder mit Verstärkung durch Armicarb oder Larixyne) erwiesen sich als am wirksamsten.
    • Die Ersatzprogramme (Larixyne allein oder Myco-Sin + Schwefel) erreichten nicht das gleiche Schutzniveau, wobei sich Larixyne als besonders unwirksam und phytotoxisch erwies.
    • Das Kupfer-Schwefel-Programm des Winzers in Echandens hat sich als nützlich erwiesen, indem es das Auftreten des Pilzes eindämmte.
  • Jahrgang 2025:
    • Um die Unterschiede im Befallsdruck zu begrenzen, wurde die Parzelle künstlich mit befallenen Beeren beimpft.
    • Die Kombinationen aus Kupfer und Schwefel (100 g und 250 g) mit oder ohne Armicarb boten den besten Schutz.
    • Die Behandlung mit Kupfer (250 g) + Schwefel + Armicarb zeigte die beste Wirksamkeit gegen die Schwarzfäule und reduzierte die Häufigkeit und Intensität der Symptome an den Blättern im Vergleich zur unbehandelten Kontrollgruppe um das Zehnfache.

Diese bisher einzigartigen Versuche zum Schutz der Rebe vor Schwarzfäule im ökologischen Weinbau ermöglichten es, wirksame Strategien zur Bekämpfung dieser Krankheit zu identifizieren. Die Anwendung von Kupfer/Schwefel, die in der Literatur oft als unwirksam dargestellt wird, erweist sich als wirksam, sofern möglichst viele Regenfälle durch eine Dosierung abgedeckt werden, die der klassischen Bekämpfung von Mehltau bei Vinifera nahekommt. Dadurch kann der Befall innerhalb weniger Jahre beseitigt werden, wie es die Strategie des Winzers vorsieht, und die Maßnahmen können anschließend reduziert werden. Auf der mit Schwarzfäule befallenen Parzelle werden die Untersuchungen fortgesetzt, um zu ermitteln, wie die Maßnahmen bei abnehmender Virulenz des Befalls zu gestalten sind.

Versuchsaufbau

  • Standort: Romanel-sur-Moges
  • Rebsorte: Divico
  • Anzahl der Behandlungen: 14
  • Behandlungszeitraum: 30. April – 25. Juli
  • Kupfermetall: 100 g oder 250 g/ha/Behandlung
  • Schwefel: 6 kg/ha/Behandlung
Möchten Sie die Website zum Home-Bildschirm hinzufügen?
tippen und dann zum Befehl zum Home-Bildschirm hinzufügen nach unten scrollen.